Das Kinderhaus Mignon
Geborgenheit und Therapie für schwer traumatisierte Kinder
Liebevolle Zuwendung ist nicht messbar, aber unentbehrlich für die Entwicklung eines Kindes. Viele Eltern sind jedoch nicht in der Lage, ihre Kinder ausreichend zu versorgen und zu beschützen.
Die Gründe sind vielfältig, sie reichen von Überforderung, Alkohol- oder Drogensucht, psychischen Erkrankungen bis hin zu komplexen Krisensituationen. Im schlimmsten Fall sind die Kinder in ihren eigenen Familien nicht mehr sicher, werden aus Schutzbefohlenen Opfer.
Jedes Jahr muss das Jugendamt unzählige Kinder in Obhut nehmen. 2023 waren es deutschlandweit rund 75.000, davon 2.550 Kinder und Jugendliche allein in Hamburg. Viele von ihnen können nicht wieder an die leiblichen Eltern zurückgegeben werden, sondern kommen in Pflegefamilien oder Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen.


Das Kinderhaus von Haus Mignon ist seit 1995 ein Schutzraum für gefährdete Kinder und Jugendliche in Hamburg. Hier leben Kinder jeder Altersgruppe – vom Kleinkind bis zur Volljährigkeit.
Aufgrund der Erlebnisse in ihren Herkunftsfamilien, wie Verwahrlosung, Gewalt oder Missbrauch, ist fast jedes von ihnen schwer traumatisiert und verhaltensauffällig. Eine Rückführung zu den Eltern ist nur selten möglich, sodass das Kinderhaus zum neuen, dauerhaften Zuhause wird.
Das Kinderhaus hat drei familienähnliche Wohngruppen, in denen jeweils bis zu sechs Kinder und Jugendliche leben und professionell betreut werden.
Jedes Kind hat sein eigenes Zimmer, dazu kommen ein gemeinsames Wohnzimmer, eine große Wohnküche sowie ein schöner Garten mit Wiese, Obstbäumen und Spielgeräten.
Im Kinderhaus Mignon erleben die Kinder oft zum ersten Mal in ihrem Leben Sicherheit, Geborgenheit und feste Strukturen. Sie werden gezielt therapiert und gefördert, in all ihren Fragen liebevoll unterstützt und dürfen Hobbys wie Instrumentalunterricht oder Reiten nachgehen, die ihrer Seele guttun.
Die Pädagoginnen und Pädagogen setzen alles daran, die Kinder so weit zu stabilisieren, dass eine Entwicklung wieder möglich ist und sie später ihr Leben möglichst eigenständig meistern können.



