Im Haus Mignon spielt die Musik eine große, heilpädagogisch-therapeutische Rolle. Das Spendenprojekt „Musik“ hilft, Musiktherapie, Unterricht und Instrumente für die Kinder im Haus Mignon zu finanzieren. Das Erleben von Takt, Rhythmus, Dynamik, Melodie und Form verhilft sowohl traumatisierten als auch behinderten Kindern zu einer besseren Selbstwahrnehmung, stabilisiert ihre Entwicklung und verbessert ihre Interaktion mit anderen spürbar. Bei kleinen Kindern fördert die auditive Stimulation daneben die Sprachanbahnung, das Interesse an der Umwelt und die Eltern-Kind-Bindung. Bei älteren Kindern tut das aktive Musikmachen nicht nur der seelischen Entwicklung gut, sondern auch die Konzentration sowie die schulischen Leistungen verbessern sich deutlich.
Musiktherapie und Instrumentalunterricht: Selbstvertrauen, Gemeinschaft, Lebensfreude
Im Kinderhaus erhalten einige Kinder professionelle Musiktherapie, andere profitieren enorm von Instrumentalunterricht. Bei den traumatisierten Kindern stehen zunächst der Abbau von Ängsten und die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit im Vordergrund. Im weiteren Verlauf geht es um das Verändern von Verhaltens- und Interaktionsmustern. So lernen die Kinder z. B. beim gemeinsamen Musizieren im Orchester oder im Chor, aufeinander zu hören, Einsätze zu verstehen, Pausen zuzulassen, warten zu können und ihre Affekte gegenüber den anderen so zu steuern, dass sie sich gut (und gewaltfrei) in eine Gruppe integrieren können. Das Vorankommen mit dem Instrument verschafft den Kindern Erfolgserlebnisse, sie bauen Selbstvertrauen auf, erleben Anerkennung, Gemeinschaftsgefühl und Lebensfreude – Erfahrungen, die viele von ihnen sonst in dieser Lebensphase noch nicht machen könnten.
Therapeutische Instrumente in der Frühförderung
Auch in der Interdisziplinären Frühförderung vom Haus Mignon werden das Musizieren und Musikinstrumente therapeutisch genutzt. Zum Einsatz kommt z. B. eine für therapeutische Zwecke entwickelte Körpertambura mit 28 Saiten und einem sehr tragenden, harmonisierenden und einladenden Klangraum. Das Instrument ist wie eine Wiege gestaltet, in welche die Babies reingelegt werden. Sie erleben die Schwingung über ihren Körper, was entspannend (bei Spastiken entkrampfend) wirkt und die Wahrnehmung sowie das Interesse an der Umgebung fördert. Größere Kinder bekommen das Instrument auf den Körper gelegt oder sie setzen sich mit dem Rücken an den Klangkörper.
Beim Kauf von Instrumenten sowie bei der Finanzierung von Musiktherapie und Unterricht sind wir auf Spenden angewiesen. Bitte helfen Sie uns, dies zu ermöglichen!
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